Kunstmarkt

Studie vorgestellt

Online-Kunstmarkt wächst rasant

Der Online-Kunsthandel steigt weiterhin schnell an. Auch soziale Netzwerke spielen eine immer wichtigere Rolle

21.04.2015

Der Online-Kunstmarkt wächst weiterhin rasant an. Das berichtet der internationale Spezialversicherer Hiscox, der am heutigen Dienstag zum dritten Mal seinen "Online Art Trade Report" veröffentlicht. Von 2013 bis 2014 sei der Online-Kunstmarkt um 68 Prozent gewachsen, von 1,47 Milliarden Euro Marktvolumen 2013 auf 2,49 Milliarden Euro 2014 und mache damit bereits 4,8 Prozent des geschätzten Gesamtumsatzes am globalen Kunstmarkt aus. Auf Grundlage des Wachstumskurses errechnet Hiscox ein Marktvolumen von bis zu 5,9 Milliarden Euro im Jahr 2019. Eine wichtige Rolle spielen hierbei virtuelle Kunstplattformen und Social-Media-Kanäle.

Fast die Hälfte der Befragten gab laut Hiscox an, in den letzten 12 Monaten Kunst online gekauft zu haben. Trotzdem beziehen ein Großteil der Onlinekäufer auch über traditionelle Wege Kunst.

Auftritte von Galerien und Kunstinstitutionen bei Social-Media-Plattformen haben bei einem Viertel der Befragten direkten Einfluss auf die Kaufentscheidung. Die Gründe dafür sieht Hiscox in der leichten Zugänglichkeit von Social-Media-Kanälen, gerade auch für Einsteiger.

Für die Mehrheit der Käufer sei Kunst eine Investition, so dass nicht der ideelle Wert, sondern der Kapitalertrag der Kunstsammlung für den Kauf entscheidend ist. Durch den wachsenden Online-Handel und der immer stärkeren Entwicklung von Kunst zum bloßen Handelsgut könnte eine Neustrukturierung der gesamten Branche entstehen. Robert Read von Hiscox erklärt: "Es gibt viele Akteure auf dem Online-Kunstmarkt und es bleibt weiterhin schwierig vorherzusagen, wer am Ende die Gewinner sein werden. Dabei haben sicher diejenigen Geschäftsmodelle mit einer vertrauenswürdigen Marke, einer Präsenz in der 'realen Welt' und einem Onlinegeschäft einen großen Vorteil."

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