Warum Oscar Murillos Marshmallow-Fabrik einen schlechten Nachgeschmack hinterlässt

19.05.2014

Mit seinen 28 Jahren ist Oscar Murillo ein Liebling des Kunstmarkts. Seine Werke gehen schon mal für für eine halbe Million Dollar weg, aber künstlerisch wirkt er wie ein Student. Seine Kunst sieht aus wie eine geschickte Kombination aus Julian Schnabel, Jean-Michel Basquiat und Joe Bradley, für den er angeblich gearbeitet, dessen Ansatz er jedenfalls stark verinnerlicht hat.

Nicht, dass es ihm an Talent fehlt: Seine beinah monochromen Abstraktionen auf Abdeckplanen oder die funky geometrischen Bilder mit Schriftzügen interessieren mich zwar nicht besonders, aber ich mag seinen angenehmen Sinn für warme Farben, den hübschen Strich und seinen ausgeprägten Ehrgeiz. Davon abgesehen unterscheiden sich seine Werke allerdings nicht im Geringsten von zahllosen anderen abstrakten Sachen, die im Moment und zu ständig steigenden Preisen bei den Spekulanten-Sammlern so beliebt sind.  ... weiterlesen

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Unser Mann in New York: Jerry Saltz ist Chefkritiker des renommierten "New York Magazine" und wurde bislang dreimal für den Pulitzerpreis nominiert. Der "Observer" wählte ihn zu den 100 einflussreichsten New Yorkern. Monopol veröffentlicht seine Texte exklusiv in deutscher Sprache
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