Jeffrey Deitchs zum Scheitern verurteilte Amtszeit im MoCA

26.07.2013
Jeffrey Deitch, Foto: © Stefanie Keenan/WireImage
Jeffrey Deitch, Foto: © Stefanie Keenan/WireImage

Die Frage war immer nur „wann“, niemals „ob“. Jetzt also ist „wann“ gekommen. In der Kunstszene von Los Angeles hatte man die Verpflichtung des unorthodoxen Kunsthändlers Jeffrey Deitch als Direktor des riesigen, aber dysfunktionalen Museum of Contemporary Art schon im Voraus abgelehnt. Und auch nachdem er sein Amt angetreten hatte, blieb er stets umstritten. Jetzt hat er es nach gerade mal 48 Monaten niedergelegt. 

Die Verbindung war ohnehin im Fegefeuer geboren – vor allem, weil das MoCA derart darnieder lag, dass der Job völlig aussichtslos schien. 2008 hatte das MoCA durch ständiges Versagen des Ausschusses nahezu seine gesamte Ausstattung von 50 Millionen verschleudert. Zum Ende des Jahres nahm das Museum einen 30-Millionen-Kredit von Eli Broad, seines Zeichens Milliardär und Museums-Darth-Vader, auf. Danach ging alles richtig den Bach runter. Als Deitch 2010 den Posten antrat, hatte das Museum keinen Direktor mehr, es wurde von einem Interimsvertreter geführt und war vollkommen demoralisiert – der Kollaps schien absehbar. Niemand wollte den Job haben, schon gar nicht mit Broad im Ausschuss. Auftritt Deitch.  ... weiterlesen

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Unser Mann in New York: Jerry Saltz ist Chefkritiker des renommierten "New York Magazine" und wurde bislang dreimal für den Pulitzerpreis nominiert. Der "Observer" wählte ihn zu den 100 einflussreichsten New Yorkern. Monopol veröffentlicht seine Texte exklusiv in deutscher Sprache
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