Die Messewoche ist gar nicht so schlimm

09.03.2013

Um halb drei mittags stand ich zur Eröffnung der diesjährigen Armory Kunstmesse an den Piers. Um Viertel vor Neun bin ich wieder gegangen. Da ich ja meinen schicken goldenen VIP-Pass auf meinen Namen dabei hatte, war ich davon ausgegangen, erstmal ein paar Stunden in einem überschaubar besuchten Raum zu verbringen. Von wegen! Drinnen war es rammelvoll und am Einlass kamen mir schon erste kleine Rudel von Kunstwelt-Machern auf dem Heimweg entgegen. Pech gehabt. 

Einige Leser wissen ja schon, dass ich mir auf Kunstmessen eigentlich keine Kunst ansehe. Geht nicht. Tut mir leid. Auf Messen steht der Händler immer nahe bei seinem Sortiment – und ich brauche Platz, um mir Kunst anzusehen. Wenn ein Händler an seinem Stand auf mich zukommt und mir immer gleich dieses oder jenes Werk erklären will, werde ich kribbelig und leicht panisch. Ich benehme mich schlecht und verdrücke mich schnell. Die halten mich dann für irre. Und unhöflich. Was ich ja vielleicht bin. (Außerdem vermeide ich Messebesuche nach dem Eröffnungstag. Deshalb hält sich meine Erfahrung auch in Grenzen.)   ... weiterlesen

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Unser Mann in New York: Jerry Saltz ist Chefkritiker des renommierten "New York Magazine" und wurde bislang dreimal für den Pulitzerpreis nominiert. Der "Observer" wählte ihn zu den 100 einflussreichsten New Yorkern. Monopol veröffentlicht seine Texte exklusiv in deutscher Sprache
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