Chris Burdens mächtige Kunst der großen Ideen darf sich im New Museum breitmachen

05.11.2013

Der Künstler Lawrence Weiner hat einmal gesagt, Kunst solle den Betrachter nicht nur für einen Tag verwirren, sondern „sein Leben komplett über den Haufen werfen“. Das hat Chris Burden bei mir geschafft. Sogar zweimal.

Das erste Mal geschah es am 7. Mai 1974 mit seiner Performance „Velvet Water“. Ich saß fünf Minuten lang mit einer kleinen Schar Leuten vor einem Videomonitor, während Burden in einem Nebenraum immer wieder den Kopf in ein volles Waschbecken tauchte und offenbar versuchte, den Sauerstoff aus dem Wasser zu atmen. Wir sahen verblüfft, nein: wie erstarrt zu, bis er scheinbar in Ohnmacht fiel. Der Monitor wurde schwarz - Vorstellung vorbei.  ... weiterlesen

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Unser Mann in New York: Jerry Saltz ist Chefkritiker des renommierten "New York Magazine" und wurde bislang dreimal für den Pulitzerpreis nominiert. Der "Observer" wählte ihn zu den 100 einflussreichsten New Yorkern. Monopol veröffentlicht seine Texte exklusiv in deutscher Sprache
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