„Picasso Baby“ Live: Jay-Z batteln

12.07.2013

Die Einladung zum supergeheimen Jay-Z-Event kam aus dem Nichts, drei Tage vor dem Termin. Die Produzentin der Show, Kunstwelt-Darling und Galeristin Jeanne Greenberg Rohatyn, fragte per E-Mail, ob ich Mittwoch um zwölf Zeit hätte. In der Pace Galerie in Chelsea werde der Rap-Künstler, Impresario, Kulturwerker und Kunstsammler Jay-Z seinen neuen Track „Picasso Baby“ vorstellen. Sechs. Volle. Stunden. Wieder und wieder und wieder.

Na klar hatte ich Zeit. Aber obwohl ich sein Fan bin – das „Black Album“ hat mich damals umgehauen — war mir etwas mulmig. Hip-Hop mag nicht gerade mein Beritt sein, aber mit Performancekunst kenne ich mich schon ein wenig aus, und das Jay-Z-Konzept klang betrüblich vertraut. Als lautes Echo konnte man Marina Abramovic hören, die durch ihre spektakuläre Marathon-Performance-Schinderei bekannte Performance-Diva. Auch der isländische Hexenmeister Ragnar Kjartansson fiel mir ein, der vor kurzem nicht zum ersten Mal einen Song – diesmal von The National - als vielstündige Dauerschlaufe abgespielt hatte.  ... weiterlesen

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Unser Mann in New York: Jerry Saltz ist Chefkritiker des renommierten "New York Magazine" und wurde bislang dreimal für den Pulitzerpreis nominiert. Der "Observer" wählte ihn zu den 100 einflussreichsten New Yorkern. Monopol veröffentlicht seine Texte exklusiv in deutscher Sprache
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