09.11.2013 - 09.12.2013

Fumie Sasabuchi - "Hotel"

"Andreas Grimm München freut sich, Ihnen die bereits zweite Einzelausstellung Fumie Sasabuchis in unserer Galerie präsentieren zu können. Fumie Sasabuchi (*1975) absolvierte 1999 ihr Studium an der Tama Art University in Tokyo und 2006 an der Akademie der Bildenden Künste in München.

Die gegenwärtige Ausstellung zeigt aktuelle Werke aus diesem Jahr und umfasst neben Ölgemälden, neuen Spiegelarbeiten und einer raumgreifenden Arbeit eine einmalige Filmvorführung (Artist’s Cut) am ersten Ausstellungstag, die damit auch das Spannungsfeld zwischen fiktiver Malerei und einem Kino des Unbehagens eröffnet, in dem diese Werkschau angesiedelt ist.

Denn Fumie Sasabuchis Gemälde könnten Stills aus Filmen sein, die Hitchcock, Lynch und Kubrick nie gedreht haben. Sasabuchi spürt das spezifische Unbehagen in den Filmen dieser Regisseure auf, arbeitet es heraus und setzt es malerisch in Szene. Die Protagonistinnen, die Sasabuchi in ihren Bildern zu verunsichern und beinahe aufzulösen scheint, verstärken den Effekt ihrer rätselhaften Inszenierungen, die nicht auf einen eindeutigen Sinn hin ausgelegt werden können.

Das Hotel als Unort – in seiner Un/Heimlichkeit selbst zwischen Vertraut- und Fremdartigkeit wohnhaft – ist Sinnbild und Schauplatz dieses verstörenden Unbehagens. In ihm siedelt Sasabuchi die Doppelgänger, Gesichtslosen und puppenhaft fragmentierten Körper an, die seine Bewohnerinnen heimsuchen und den Betrachter verstören.

Fumie Sasabuchi erprobt mit den hier gezeigten und in verschiedenen Medien erarbeiteten Werken intermediale Referenzen und Übersetzungen. So erzeugt die eigentümliche Statik ihrer Malerei eine Reduktion des Mediums Film, die Verdichtung einer spezifisch filmischen Atmosphäre. In den Spiegelarbeiten wiederum lässt sie die populären Leinwand-Musen dieses Kinos des Unbehagens mit seinen verstörenden Plots in die Realität des Betrachters einfallen, der sich nicht nur mit, sondern in ihnen widerspiegelt. In der raumgreifenden Arbeit verdichtet Sasabuchi ihre Malerei im tatsächlichen Ausstellungsraum, in dem sie die zuvor zweidimensional ausgearbeiteten Strategien der Verunsicherung durch gezielte Vertauschungen zur Anwendung bringt."

(Quelle: Pressetext)

 
Andreas Grimm
Andreas Grimm München

Andreas Grimm

Türkenstrasse 11

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Tel: +49 (0) 89 / 38 85 92 40

Fax: +49 (0) 89 / 38 85 92 41

Web: http://www.andreasgrimmgallery.com

Öffnungszeiten

Do - Fr 13 - 18 Uhr
Sa 11 - 14 Uhr

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