08.11.2009 - 10.01.2010

Egon Wilden - Zwischen Atelier und Bühne

Egon Wilden "Damm", Pastell auf Papier, 28,5 x 38 cm, © Förderkreis Kunstmuseum Ahlen e.V., Foto: Kuntsmuseum Ahlen
Egon Wilden "Damm", Pastell auf Papier, 28,5 x 38 cm, © Förderkreis Kunstmuseum Ahlen e.V., Foto: Kuntsmuseum Ahlen

"Das Kunstmuseum Ahlen präsentiert in der Ausstellung "Zwischen Atelier und Bühne. Egon Wilden 1894-1931" mit über 200 ausgewählten Arbeiten das Lebenswerk dieses Künstlers.

Die Schenkung des umfangreichen künstlerischen Nachlasses von Egon Wilden im September 2005 an den Förderkreis des Kunstmuseums Ahlen löste eine aufregende Spurensuche aus: Neben der unmittelbaren Begegnung mit seinem malerischen Werk, einer sorgfältigen Inventarisierung und wissenschaftlichen Erarbeitung eines Werkverzeichnisses, ermöglichten neu aufgefundene Briefe, die Egon Wilden zwischen 1919 und 1930 an seine Frau, die Schauspielerin Hedwig Sparrer, schrieb, einen packenden Einblick in sein Leben und seine Zeit.

In den zwanziger Jahren war Egon Wilden ein gefragter und innovativer Bühnenbildner. In der Spielzeit 1919/20 gehörte er zum Ensemble des Düsseldorfer Schauspielhauses, das sich unter der Leitung von Louise Dumont und Gustav Lindemann zu einem der modernsten Theater in Deutschland entwickelte. Später erhielt er Engagements in Herne, Gera oder Hagen und war insgesamt an nahezu 200 Inszenierungen beteiligt.

Daneben gilt es einen Künstler zu entdecken, dessen schöpferische Leistung vor allem in der Aquarellmalerei und im Pastell anschaulich wird. Die zumeist kleinformatigen Blätter zeichnen sich durch leuchtende Transparenz, expressive Farbintensität und subtile Lichtführung aus.

Thematisch stehen die menschliche Figur, die Landschaft, sowie religiöse Motive im Zentrum. Als Rheinischer Expressionist der zweiten Generation - Egon Wilden studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie unter anderen bei Heinrich Nauen - experimentierte er zeitweise mit einer konstruktiven, abstrakten Bildsprache. Der Bezug zum Gegenstand, die Auseinandersetzung mit der Natur, blieben für Wilden jedoch bis zu seinem frühen Tod entscheidend.

Im Januar 1931 bezog Wilden ein Atelier im Stockumer Künstlerhaus in Düsseldorf, um endlich einen lange gewünschten Neuanfang als freier Künstler zu wagen. Schon im Sommer verschlechterte sich sein Gesundheitszustand dramatisch. Während eines Erholungsaufenthaltes bei Freunden in Ahlen verstarb er am 7. September 1931 mit nur 36 Jahren."
(Pressetext: Kunstmuseum Ahlen - Graphische Sammlung)

 
Kunstmuseum Ahlen - Graphische Sammlung
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