29.10.2010 - 20.12.2010

KURT BENNING - WORKS 1970-1980

"Die Bezeichnung der Werkgruppe Quelle-Komplex (1978-79), bestehend aus 6 Bildtafeln, bezieht sich auf mehrere Jahrgänge von Katalogen des Warenhauses 'Quelle', denen Benning das Material für die Collagen entnahm. Die buntbedruckten Seiten, produziert von Designern, Werbefachleuten und Redakteuren, übten auf ihn einen ästhetischen Reiz im Sinne von unbeabsichtigten Kunstwerken aus, nicht zuletzt durch das unmittelbare Nebeneinander von abgebildeten Waren und deren zahlenmäßig benannten Preisen. Die Intention dieser Katalogseiten war natürlich auf die Verführbarkeit der Kunden gerichtet, wobei dem jeweiligen Gebrauchswert eine Zahl zugeordnet war. Bestechend war und ist der schier unerschöpfliche Fundus der Warenwelt, und die Suggestion der Käuflichkeit von Allem im Kosmos des Konsums.

Bennings Arbeit an den Collagen bestand darin, zunächst einzelne Abbildungen aus den Katalogen auszuschneiden, die ihm in irgendeiner Weise interessant, kurios oder auch banal erschienen. Während dieser auf über hundert einzelne Ausschnitte anwachsenden, handwerklich akkuraten Arbeit von fast meditativem Charakter, ergaben sich die Ideen zu den Collagen, die formal und inhaltlich aufeinander Bezug nehmen.

Die in der Ausstellung gezeigten Seilskulpturen (1979) behandeln – zwar in differenzierter Erscheinungsform – dennoch durchgängig das Kreis-Motiv, dementsprechend können sie als verschiedene Auslegungen der 'perfekten Form' verstanden werden. Die Beschäftigung mit dieser Thematik stand im engen Zusammenhang mit der für Benning prägenden Philosophie des ZEN. Bennings Auffassung, dass ein Seil zunächst wie ein Strich im Raum sei, der jedoch bei entsprechender Handhabung seine plastischen Qualitäten entfaltet, wird bei dem 'Knäuel' und der 'Kreisspirale' besonders deutlich. Die vormals beinahe ausschließliche Auseinandersetzung mit der Zeichnung wird durch eine 'Übersetzung ins Räumliche, in die dritte Dimension' (Dr. Gottfried Knapp, Eröffnungsrede der Ausstellung Kurt Benning im studio f, Ulm, am 20.2.1983) erweitert."
(Pressetext:
Andreas Grimm Galerie)

 
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