19.06.2010 - 20.02.2011

PUZZLE - Die Sammlungsausstellung 2010

"Kuratiert von Julia Schäfer

KünstlerInnen: Tina Bara, Silvia Bächli, Günter Brus, Plamen Dejanov & Swetlana Heger, Regula Dettwiler, Carola Dertnig, Jíøi Georg Dokoupil, Meta Einvald, Else Gabriel, Dora García, Till Gathmann, Gerhard Hoehme, Guillermo Fiallo Montero, Sabine F., Günther Förg, Alexander Györfi, Josef Hegenbarth, Eberhard Havekost, Oliver Hangl, Mike Hentz, Stefan Hurtig, Franziska Jyrch, Wolf Kahlen, Klaus Kumrow, Pia Lanzinger, Jozef Legrand, Via Lewandowsky, Dorit Margreiter, Ewald Mataré, Yana Milev, CFM, Ernst Wilhelm Nay, Olaf Nicolai, Tadej Pogaèar, Blinky Palermo, Antje Schiffers, Cornelia Schleime, Christine Schlegel, Heike Stephan, Gabriele Stötzer, Sofie Thorsen, Rosemarie Trockel, Alba D'Urbano, Angelika Waniek, Corinne Wasmuht

Für die Ausstellung PUZZLE bespielen über ein halbes Jahr verteilt zehn verschiedene Gruppen jeweils eine Raumzone im Neubau, wobei es innerhalb jeder Gruppe mehrere Beteiligte gibt. Auf diese Art entstehen in unregelmäßigen Abständen neue Räume. PUZZLE ist eine sich stetig verändernde Ausstellung. Die beteiligten Gruppen haben direkt oder indirekt einen Bezug zur Sammlung des Hauses: Da wären die Förderkreismitglieder, die im Wesentlichen Ankäufe für die GfZK getätigt haben, da sind die Vermittlerinnen der GFZK FÜR DICH oder das Vermittlungsteam, die sich stets mit Fragen der Vermittlung auseinandersetzen - und gerade intensiv in den letzten Jahren im Bezug auf die Sammlung. Dann sind es die Restauratorinnen, die sich den Fragen der Konservierung widmen und Fragen an die Sammlung stellen, die sich mit Bedingungen und der Handhabe dieser befassen. Im Weiteren sind es KünstlerInnen, die sich mit Fragen des Inventarisierens und Sammelns auseinandersetzen. Es sind die Kustodin und die Depotverwalterin der GfZK, die beide auf unterschiedliche Art das engste Verhältnis zur Sammlung haben. Im Weiteren ergeben sich Zonen für mögliche Ankäufe von Arbeiten, die im Zusammenhang der GfZK produziert wurden, für deren Anschaffung jedoch dem Museum das Geld fehlt, sowie eine Raumzone für anderes Sammeln mit Arbeiten, die sehr gut in die Sammlung passen würden, jedoch im Sammlungskonzept nicht vorkommen oder angedacht waren. Arbeiten im Bezug auf oder mit der Sammlung von Studierenden der Klasse Intermedia der HGB bilden eine weitere Gruppe.

Im Zentrum des Konzepts steht die Idee, dass eine Sammlung per se als PUZZLE betrachtet werden kann, dessen Einzelteile ein Ganzes ergeben, das stets erweiterbar bleibt und somit auch lückenhaft ist. Hierfür dient der Neubau mit seinen splitterhaft angelegten Räumen als formales Gerüst. Jeder Raum folgt in sich einem eigenen Konzept.

Die Ausstellungsidee ist auf den Bau der GfZK-2 zugeschnitten -sie hat sich sogar aus diesem heraus generiert. Der Bau zeichnet sich durch seine Offenheit und Transparenz, seine Flexibilität und Andersartigkeit gegenüber herkömmlichen Präsentationsräumen aus. Die Perspektive auf die Sammlung in der Ausstellung PUZZLE soll genau jenem Geist der Räume folgen und nicht starr, sondern flexibel sein, nicht monoperspektivisch, sondern multiperspektivisch, nicht ausschließlich spezialisiert, sondern auch externe Kompetenzen mit einbeziehend... PUZZLE versteht sich als Bühne und Experiment, dessen Ausgang nicht kalkulierbar ist.

Die Galerie für Zeitgenössische Kunst führt seit vier Jahren längerfristig angelegte Ausstellungen mit ihrer Sammlung durch. Das waren in den letzten Jahren 'Deutsche Geschichten', 'KW - Hommage a Klaus Werner' und 'Nichtorte, Orte'. Diese zumeist einjährigen Präsentationen waren stets im Altbau der GfZK untergebracht. Mit der Sammlungsausstellung PUZZLE wird sich die Konzeption beider Häuser ändern: Der Altbau wird Ausrichtungsort aller Wechselausstellungen, wohingegen der Neubau gänzlich zur Präsentation der Sammlung vorgesehen ist. Sie ist eingebettet in ein Jahresprojekt, in dem wir der Frage nach dem 'Auftrag für die Kunst?' nachgehen werden.

Die beiden GrafikerInnen Annalena von Helldorff und Toni Schönbuchner entwickeln für PUZZLE ein Display, das die Veränderungen im Verlauf der Ausstellung veranschaulicht. Hierfür wurde das große Schaufenster des Neubaus zur überdimensionalen Tafel, die dokumentiert und informiert, was war, was gerade zu sehen ist und was kommen wird."
(Pressetext: Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig)

 
Galerie für Zeitgenössische Kunst
GfZK-2 (Vordergrund), GfZK-1 (Hintergrund), Fotograf: Wolfgang Thaler.

Galerie für Zeitgenössische Kunst

Karl-Tauchnitz-Straße 9 - 11

04107 Leipzig

Tel: +49 (0) 341 / 14 081 26

Fax: +49 (0) 341 / 14 081 11

Web: http://www.gfzk.de

Öffnungszeiten

Di - Fr 14 - 19 Uhr
Sa / So 12 - 18 Uhr

Eintrittspreise

GfZK-1, GfZK-2: 5 Euro / 3 Euro
GfZK-1 + GfZK-2: 8 Euro / 4 Euro

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